Regenwasseranlagen

Ausgangslage

In Tansania regnet es nur sehr unregelmäßig, meist zwischen Dezember und Mai. Wenn es regnet, dann kann der ausgetrocknete Boden das Wasser oft nicht aufnehmen. Wälder wie bei uns gibt es in unserem Partnerdekanat nicht. Das Wasser läuft an der Oberfläche weg, spült manchmal sogar tiefe Gräben in den Boden. Reißende Ströme sind dann eine große Gefahr besonders für Kinder. So kann der größte Teil des Regens nicht genutzt werden.

Fluss ausgetrocknet
Bildrechte: JG
Wenn es regnet, ist hier ein Fluss, der die Menschen
mit Wasser versorgt. Wenn nicht: nur Sandwüste.
Wassersuche
Bildrechte: JG
Wenn der Regen ausbleibt, graben die Menschen
verzweifelt im Flussbett, um wenigstens ein paar
Becher Wasser zu bekommen.
Regenswasseranlage Kongwa
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Was können wir tun?

Eine Lösung: das Wasser speichern.

Als erstes in Kongwa haben wir mit unseren Partnern eine Regenwassernutzungsanlage gebaut: An den Dächern des Gästehaus und der Kirche wurden Regenrinnen angebracht. Unterirdisch wurde ein 110.000 Liter Tank ausgehoben und gemauert. Dadurch bleibt das Wasser kühl und hält länger. Das Wasser wird in einen Hochbehälter gepumpt und steht dadurch mit Druck an den Wasserhähnen zur Verfügung. Binnen 10 Tagen war der Tank Anfang Dezember 2006 voll.

Weitere Anlagen sind mittlerweile in Gairo und Songambele entstanden, in Mlenga und Bumila in Form von großen oberirdischen Kunststofftanks.

Die Regenwasseranlage in Gairo wurde 2012
aus dem Fels gehauen: 140.000 Liter!

Regenwasseranlage Songambele

Im Zuge des Projektes "Ernährungssicherung" werden viele kleine Regenwasser-Auffangbecken bei den Feldern eingerichtet, um eine Reserve bei Trockenheit zu haben, damit die Pflanzen nicht eingehen.

Regenwassertanks Bumila
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Hier in Bumila wurden 2012 Kunststofftanks mit 3.000 Liter Fassungsvermögen aufgebaut, weil es schwierig war, in den Felsboden einen Tank zu schlagen.

 

Eine weitere Lösung: Wasserversorgung bauen. Entweder über Rohrleitungen mit Gefälle, die Wasser aus entfernten Quellen bringen, wie in Bumila. Oder über Brunnen, aus denen das Wasser gepumpt wird, wie in Chitego. Wenn man dann über 100 m tief bohren muss, wird die Sache natürlich ganz schön teuer und geht an die Grenzen der Leistungsfähigkeit der Dekanatspartnerschaft - so wie der Brunnenbau in Chitego.

 

Wenn Sie das Projekt unterstützen möchten, können Sie hier mehr erfahren.